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interview at raw42.com (august 2001) |
| hi
wolfgang - pulsar bleu hooked us a while back with the flowing blend of
ambient beats and slow breaks. very enigma-esque so what inspired you to go down this route with pulsar bleu?
i personally love chillout music. it's a way to lay
back, relax and to drift into another world.
william orbit himself has been through a number of changes in style over
the years. do you see
perhaps the project "pulsar bleu" is still
too young to talk about a concrete style.
one of the things that inspired me to write ambient trance tunes was the
challenge of doing a
ambient tunes in combination with visual elements
are an interesting way to create intensive
in fact you did a series of ambient-trance tunes called "the jupiter
project". was this designed
yes, they tell a story..not only a story about space
travelling but also a story about
have you had any labels or film companies express interest in your work
maybe for releases or
free form records, germany contacted me and the 9th
chapter of the jupiter project (relieve) is
enthusiasm rules! presumably you work fairly much on your own or do you
collaborate? what
yes i always work alone while composing, playing
and recording. i collaborate sometimes in the
to what extent do you use cubase? do you use it for final mixdowns or
any of the vst
in cubase 5 i use some effects like the karlette
echo and stereo delays, also often used plugins
karlette is a nice 4-tap stereo delay - i'm familair with that as with
the excellent orange vocoder.
the sound of a synthesizer is fascinating - my first
one was a duophonic yamaha cs40 m back in
so of the synths you own or have owned, is ther eone in particular that
you would highly
i don´t think there is are typical "chillout
synth". they all have those moments in their possibilities.
sure the nature of chillout and ambient crosses the boundaries of electronic
music into more
yes, thats right. you won´t find very much
environment sounds in my music until now. i don´t this is true....originality is the key. on that basis how do you see your music evolving?
perhaps it insn´t easy to do always something
spectacular new, something that was never
where abouts are you based? does the area you live in have any negative
or positive aspects
i live in an industrial city in germany. i don´t
think that the environment here has any direct and what about playing live...is that something you do or plan to do in the future?
i was playing live for more than 15 years with my
band and now i m an old man who prefers the
15 years! i guess you've tatsed the adrenalin buzz then :-) perhaps you
could round off by giving
being on the road was a great time and we had lots
of fun and of course we were dreaming
wolfgang - thanks for taking part in the interview - we wish pulsar bleu
every success and
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L4M-Lia:Dein Album "Jupiter-Projekt" ist ein sehr erfolgreiches Album geworden. Ein Song daraus z.b. "relieve", ist mehrmals veröffentlicht worden, u.a. auf der Compilation "real Ibiza VOL.5" die das Pendant zu der gleichermassen erfolgreichen "cafe del mar" darstellt. Auf der CD ist auch der bekannte Künstler "vangelis" zu finden. Ebenso findet man Dich auf der kürzlich erschienenen "le cafe abstrait" neben Schiller. Was bedeutet es für Dich, zusammen mit solchen Größen auf einer Compilation zu sein? Wolffy(pulsar bleu): Bekannte Interpreten sind natürlich die Zugpferde bei den Verkaufszahlen - deshalb versuchen Plattenfirmen diese "Größen" bei Compilations mit aufzunehmen. Ich schätze die Musik dieser Leute, jedoch stellte ich selbst immer wieder fest, dass beim Hören der Compilations die wahren Perlen von gänzlich unbekannten Künstlern kommen. Wenn Du jedoch z.B. einen "Moby" auf Deiner Compilation hast, garantiert Dir das quasi schon einen gewissen Verkaufserfolg, was dann auch den restlichen Interpreten zugute kommt, da ihre Musik damit ebenso weiter verbreitet wird. Also - ich find es völlig ok und legitim wenn man bei ein paar Titeln bei der Songauswahl nur nach dem Namen geht. L4M-Lia:Hast Du das "Jupiter-Project" bewusst geplant? Oder ist es einfach so entstanden, bzw. hat es beim komponieren eine Art Eigendynamik bekommen? Wolffy: Das Jupiter Projekt entstand in einem 13-monatigen Prozeß den ich persönlich bei Pulsar Bleu bis heute für wegweisend halte. Zu Beginn stand nur die Idee ein Konzeptalbum zu produzieren und für mich war klar, dass es eine Art "Reise" werden sollte. Die Tatsache das ich von Kind auf eine Affinität zum Planeten Jupiter und für Raumfahrt allgemein habe, legte es dann Nahe diese Reise in den Weltraum zu verlegen. Doch in Wirklichkeit war es für mich eine ganz andere Reise, es war für mich der wirkliche musikalische Neubeginn, weg von der Bandmusik und deren Strukturen hin zu Soloarbeit und dem Erkennen des eigenen Weges in der Musik. Am Ende entstand daraus ein 10-song-Album durch das sich ein deutlicher roter Faden zieht L4M-Lia:Hörst Du Deine Musik im Kopf und setzt es dann auf bspw. der Klaviertastatur um? Oder arbeitest Du nach Noten? Wolffy: Ich habe bereits in jungen Jahren Musikunterricht erhalten und man lernte mir viel über Musiktheorie und Harmonielehre. Dennoch ist es für eine sehr leblose Sache wenn ich versuche Musik nur mit Stift und Papier zu komponieren, ich denke das liegt mir nicht. Darum nahm ich mir im Verlauf meiner musikalischen Laufbahn die Freiheit, die theoretischen Grundlagen der Musik weitgehend zu vergessen und spiele das ganze mehr intuitiv. Meist habe ich eine recht konkrete Vorstellung davon, was der Song ausdrücken soll, eine Art mentales Bild in meinem Kopf, das ich dann mit den mir zur Verfügung stehenden musikalischen Mitteln umzusetzen versuche. L4M-Lia: Wenn Du einen Song fertig geschrieben hast, ab wann bist Du in der Lage ihn objektiv zu hören?! Geht es Dir auch so wie vielen anderen Musikern, das Du erst einmal Abstand brauchst? Wolffy: Gänzlich objektiv wohl niemals, aber man gewinnt neue Sichtweisen je mehr Zeit vergeht. Normalerweise lasse ich, ab dem Zeitpunkt an dem ich glaube das ein neues Projekt oder ein neues Lied fertig ist, zwei bis drei Tage verstreichen bis ich mich ans Mastering mache. L4M-Lia: Wann ist für Dich ein Song perfekt? Wolffy: Nie. Ich denke an dem Tag an dem Du sagst "Nun ist alles Perfekt" kannst Du aufhören Musik zu machen, da Dir niemals mehr etwas besseres gelingen könnte. also denke ich nicht, dass es ein erstrebenswerter Zustand ist. L4M-Lia: Ab wann ist für Dich ein Song so rund, das Du ihn veröffentlichst? Wolffy: Ab dem Zeitpunkt an dem ich glaube das der Song nun das aussagt was ich ausdrücken wollte. L4M-Lia: Wieviel Zeit brauchst Du in etwa um einen Song zu schreiben und zu produzieren? Wolffy: Sehr unterschiedlich. Meistens zwischen 6 Wochen und 3 Monaten, wobei ich bewusst nicht täglich daran arbeite. Sobald ich das Gefühl habe, das die innere Spannung nachlässt und es zu einer Art Routine kommt, oder mich im Kreis bewege, lege ich alles beiseite und widme mich anderen Dingen. L4M-Lia: Dein Soft- und Hardware-Equipment ist sehr umfangreich, wenn Du es in Prozenten ausdrücken müßtest, wie hoch wäre dann der Anteil an "Samples" und der Anteil an "selbsteingespielte Loops"? Was bevorzugst Du? Wolffy: Pulsar bleu ist eine Mischung aus beidem, wobei der Anteil an direkt auf dem Keyboard eingespielten Tracks definitiv wesentlich höher ist. L4M-Lia: Glaubst Du , das ein "Hand-Made-Musiker" echte! Musik macht und ein Elektronik-Künstler "nur" PC-Samples zusammen schiebt? Wolffy: Nun ich will nichts abwertendes gegen Loops sagen. Für viele Musiker sind sie ja auch eine Möglichkeit der musikalischen Ausdrucksweise. Aber ich bin der altmodischen Meinung, dass Du wahre Intensität in der Musik nur erreichst wenn Du selbst auf einem Instrument spielst. Diese Instrument kann durchaus ein elektronisches sein, aber ausschließlich vorgefertigte Komponenten zusammen zu schieben ist für mich nicht das Gelbe vom Ei. L4M-Lia: Du selbst kommst ja aus dem Pop-Rock-Genre und hast jahrelang in einer Band gespielt, ist das für Dich jetzt von Vorteil für Deine heutige Musik? Wolffy: Ich spielte in einer 6-köpfigen Band mit 2 Gitarristen und da hast Du als Keyboarder soundtechnisch nicht den leichtesten Stand, d.h. Du musst lernen Dich mit Deinen Parts musikalisch und akustisch durchzusetzen. Ich schätze das wichtigste was ich in dieser Zeit lernte war, mich auf des wesentliche beim Keyboardspiel zu konzentrieren, schnörkellos und direkt auf den Punkt zu kommen. Ausserdem spiele ich seit meiner Bühnenzeit nicht mehr im sitzen, sondern auch im Studio alle Parts im stehen ein :-) L4M-Lia: Was hörst Du selber für Musik? Hast Du Vorbilder oder Idole? Wolffy: Kein Idole oder Vorbilder, aber einige Musiker wie Roger Waters oder Peter Gabriel haben mich durchaus stark in meiner Sichtweise von Musik beeinflusst. L4M-Lia: Du hast vor einigen Monaten wieder Zuwachs in der Familie bekommen und bist, neben eines 4-jährigen Sohnes, Zwillingspapa geworden. Auch Jungs. Dazu noch unsere Gratulation, 1860 kann getrost in die Zukunft blicken *zwinker*. Bleibt da noch Zeit für die Musik? Wie geht Deine Familie mit Dir als Künstler um? Wolffy: Schön das du auf meine versteckte Fußballleidenschaft und auf den TSV München 1860 hinweist. Damit werden sich ab sofort dann wohl alle Bayern Fans verabschieden aus meiner Fangemeinde *grinst*. Weder meine Familie noch mein Freundeskreis lässt mir irgendeine Sonderbehandlung zuteil werden, nur weil ich Musiker bin, und ich würde das auch gar nicht wollen. Als Nachtmensch teile ich mir die Zeit so ein, dass ich tagsüber für meine Familie da bin und hauptsächlich nachts im Studio arbeite. L4M-Lia: Wie sieht Deine musikalische Zukunft aus? Ist wieder ein neues Projekt in Planung? Wolffy: Nun, diese beiden Fragen sind in einem zu beantworten: Im demnächst anstehenden Projekt sprichst Du selbst , Lia, einen Satz der für mich die Antwort auf die Frage nach der Zukunft und den Weg den man gehen wird gibt: "Traveler, there are no roads - roads are made by walking" L4M-Lia: Magst Du die italienische Küche? Wolffy: Ich mag sehr viel an Italien und natürlich auch die kulinarische Seite diese Landes. Wenn es irgendeinen Ort fernab von Zuhause gibt, an dem ich gern Leben würde, dann ist es dort. L4M-Lia: Lieber Wolffy, ganz lieben Dank für die Zeit die Du Dir genommen hast und das Team und ich wünschen Dir alles Gute und viel Erfolg für Deine weitere Zukunft. Wolffy: Ich habe zu danken, Lia und ich wünsche Dir, dass Dein Internetprojekt ein voller Erfolg wird und ich freue mich auf noch viele gemeinsame Projekte mit Dir. mit freundlicher Genehmigung der L4M-Studios , 2003-10-13 |